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Ruderwanderfahrt Berlin

Bootshaus des Ruderverein Wiking

Treffpunkt Hauptbahnhof Frankfurt gegen 9 Uhr. Mit leichtem Gepäck ging es los und wir machten es uns in unseren zwei Zugabteilungen gemütlich.

Angekommen bei der Wiking Berlin (Neu-Kölln) bezogen wir unser Quartier und Alex/Hendrik begutachteten schonmal die Boote. Nach einigen kleineren Reparaturen ging es los aufs Wasser. Unsere erste kleine Tour ging in die Rummelsberger Bucht. Nach der Durchquerung erster Kanäle, darunter der Treptower Spree, kamen wir in der Bucht an, nahmen ein erstes Bad und erfuhren Gott sei Dank erst hinterher von Ortskundigen, dass die Bucht wohl eher als eine wasserbedeckte Müllhalde als eine Oase des Sonnenanbeters verstanden wird – kein Wunder gibt es dort keine ordentlichen Anlege- und Badestellen. Wieder angekommen im Ruderclub, einer erneuten Sondierung des Bootsparkes und einer Runde Duschen freuten sich schon alle auf die selbstgekochte und sehr leckere Spagetti Bolognese à la Mama (von Sandra).

Erste Pause an der Regatta-Strecke Grünau

2. Tag:

Unser Ziel ist heute Schmöckwitz an der Dahme. Also frühstücken und nichts wie aufs Wasser. Wir ruderten den Teltowkanal entlang (bissl langweilig) und kamen auf die Dahme, die sich weit öffnete und man das Gefühl hatte, ein bisschen aufs Meer rauszufahren. Sehr schön da, nette Häuser, große Grundstücke und einfach eine tolle Gegend. Weiter geht es auf der Dahme die dann zum Langer See wird. An der dortigen Grünauer Regattastrecke machten wir einer kleine Pause und mit neuer Energie lieferten sich zwei Vierer (ein Holzboot und ein Klinkerboot) sehr zum Amusement der lokalen Ruderer ein Rennen, dass wohl in die Analen eingehen würde, wenn es dort jemand dokumentiert hätte – nun gut, es können ja nicht alle berühmt werden. Ein kurzes Stück noch und wir hatten Schmöckwitz erreicht. Dort machten wir unsere wohlverdiente Mittagspause im Ruderverein ESV Schmöckwitz. Nach der Mittagspause ruderten wir eine letzte Etappe (Zeuthener See, Großer Zug und Crossinsee), die ebenfalls zum Baden im herrlich erfrischenden Wasser einlud. Den Badenden wurde anschließend ein leicht bläuliches Leuchten nachgesagt. Zurück zum ESV Schmöckwitz wo wir unsere Boote lagerten, noch (lecker) essen und zurück (mit vollem Bauch und schweren Beinen) mit der S-Bahn nach Neu-Kölln.

Boote an den Stegen in Schmöckwitz

3. Tag:

Frühstück und los zur S-Bahn Richtung Schmöckwitz. Boote ins Wasser und weiter ging es auf dem Seddinsee, Gosener Kanal, Dämeritzsee, Müggelspreekanal, kleiner Müggelsee, großer Müggelsee, wieder in den Müggelspreekanal, die Spree und zum Schluss in unseren Britzer Verbindungskanal. Nach langen 33 Km und einen schmerzenden Hintern sind wir „feddisch aber glücklich“ in unserem Heimathafen gelandet. Auf der Strecke wurde natürlich viel Pause gemacht, gebadet, gegessen und die schöne Landschaft genossen. Immer wieder sah man Ruderer im Boot stehen? Oder auch eine Waage machen, der ein oder andere übte sich im sterbenden Schwan… alles um den wunden Hintern etwas zu entlasten. Herrliche Bilder.

Molecule Men

4. Tag:

Heute sollte es wieder eine kleine Runde Richtung Innenstadt werden. Wir ruderten unsere bekannte Strecke auf der Spree, vorbei an Stralau, Treptower Hafen, Molecule Man, Oberbaumbrücke und wieder zurück. Großartig und ein fast überwältigendes Gefühl, um die Landzunge an der Rummelsburger See zu rudern und die Hauptstadt aus diesem ungewöhnlichen Blickwinkel neu zu sehen.

Zurück bei der Wiking und nachdem die Boote wieder ordentlich verstaut waren hieß es Abschied nehmen, duschen, packen und zurück mit den ICE nach Frankfurt.

Alles im allem eine gelungene, lustige, schöne und erfolgreiche Ruderwanderfahrt. Danke an alle Organisatoren und alle, die dazu beigetragen haben, ganz besonders ein Dank an Angelikas Initiative und Engagement.

 

Sandra und Udo

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